Montag, 5. September 2011

hrzschlg

der bus schließt die türen und fährt los.
ich lasse mich auf einen platz sinken, atme tief durch.
einmal durch die stadt bin ich gerannt, um den bus noch zu bekommen.
aber jetzt sitze ich und versuche, gleichmäßig zu atmen.

es ist schon fast ganz dunkel draußen,
nur irgendwo am horizont ist noch ein wenig orange und blau zu sehen.
ich atme schwer, muss einen schluck wasser trinken, um mich zu beruhigen.
ich spüre nichts, außer meinem herz, das wie verrückt schlägt.
wie ein schmetterling, der aus meinem brustkorb auszubrechen versucht.

der bus hält, ein junger mann setzt sich hinter mich.
ich kann sein parfum riechen, es riecht gut.
ansonsten fühle und sehe ich nichts,
nur das zittern meiner beine und das rennende herz in meiner brust.

eine dunkle wolke schiebt sich über die letzten farbreste am himmel,
jetzt ist es ganz dunkel.
meine hand bewegt sich zum drückknopf, der bus hält an.
ich stehe auf und gehe langsam durch den gang auf die tür zu.
dann steige ich hinaus in die kühle abendluft und sehe den erleuchteten bus in die dunkelheit fahren.






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