Samstag, 24. Dezember 2011

i feel so alone on a friday night

ich liebe es, nachts lange wach sein und dafür bis mittags zu schlafen.
nachts wach zu sein ist viel besser als tagsüber. ich kann machen was ich will und alle anderen schlafen. 
dann bin ich allein und niemand stört mich. 
tagsüber könnte ich die kontrolle verlieren, nachts ist das egal.

kontrolle über mich selbst zu haben ist mir sehr wichtig. es gibt täglich situationen, in denen ich sie beinahe verliere. dann versuche ich mich zusammenzureißen, atme tief durch und denke an meinen vorsatz. 
ich will nicht, dass jemand das sieht. auch wenn mich manchmal der wille überkommt, mit jemandem zu reden.
manchmal ist es so schwer, alles zu unterdrücken. so wie letzte woche im bus.
ein paar leute aus meiner klasse alberten rum, wir waren auf dem weg nach hause. sie kamen auf das thema 'ritzen', wie sie es nennen. ich nenne es schneiden. sie scherzten, warum sich menschen 'ritzen' und wie man sich 'richtig' die pulsadern aufschneidet. "die wollen den schmerz fühlen um ihren schmerz zu betäuben" "pulsadern kann man nur längs aufschneiden..." ich habe sie so reden gehört und am liebsten hätte ich geschrien. dass sie aufhören sollen, darüber zu reden und dass sie sich niemals vorstellen können, wie das ist, solche schmerzen zu haben. und am liebsten hätte ich ihnen meine narben gezeigt und ihnen gesagt, warum ich mir trotzdem nicht einfach die pulsadern aufschneide. aber stattdessen habe einfach nur dagesessen, mit tränen  in den augen, und war so hilflos.




1 Kommentar:

  1. oh du arme.. ich hasse so situationen.
    ich glaube, "wir" schneiden uns nicht einfach auf weil es schon reicht, dass man könnte wenn man wollte..

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